2013-02-03

Dass das Das das Dass, das das Daß ersetzte, in vielen Fällen verwechslungsbedingt verdrängt - oder umgekehrt - ist manchmal echt nervig.

2012-04-25

Ein Album voller Hymnen!

Man kennt sie ja, es gibt Ohrwürmer, die wach machen. Besser als jede Tasse Kaffee.

Dass sich aber gleich vier erstklassige Exemplare auf einem Album tummeln,ist eher selten und daher dringend bemerkenswert. Außerdem noch zu erwähnen ist, dass auch "die anderen" Stücke des Albums absolut feine Nummern sind. Es darf daher an dieser Stelle uneingeschränkt komplett empfohlen werden. Man möge sich überzeugen.
 

Es sei noch erwähnt, dass man Soul bis Club erwarten darf, mit Anklängen an Gabriele, Adele, Rihanna und Alicia Keys. Von den Arrangeuren spritzig maßgeschneidert auf Rebeccas tolle Stimme. Zugegebenermaßen ist der Sound offensiv produziert, was aus meiner Sicht allerdings bei diesem Muntermachermaterial keinerlei Abzüge bewirkt - im Gegenteil: Man will mehr.

2011-03-17

Radioaktive Belastung in Mitteleuropa: Atomwaffentests versus Tschernobyl

Krass: Die Atomwaffentests der 50er und 60er Jahre waren für die globale radioaktive Belastung der Athmosphäre weitaus dramatischer als Tschernobyl.

Quelle: ARD Brennpunkt, 15.03.2011, ca 20. Minute

2011-02-13

Thoughts on the "language industry": Size, standards, and some neat web demos

These days I have been reading quite a few things about the "language industry" (yes, this is work-related). It started out with a study on "The size of the language industry", which is available from the European Commission - Directorate-Generale for Translation's inventory of publications.

In this study, the authors attempt to estimate the size (or value) of the European language industry, based on an estimate of the the annual turnover from several industry sectors in 2008. Their reliability of their results is fairly limited, since as they state in their Executive Summary:
"Due to the lack of accurate data as explained later in this summary, the figures derived about the size and the volume of the language industry in Europe are often based on assumtions an must therefore be considered higly speculative." (page iv)

They report the following results (page 20):

Language industry sectorEstimated turnover in 2008 in million Euro
1. Translation and interpreting, software localization, and website globalization5675
2. Language technology tools568
3. Subtitling and dubbing633
4. Languag teaching1579
5. Conference organization143
Total8454 million Euro
Most notably, the figures for the sectors of "2. language technology" and "3. dubbing and subtitling" were each merely estimated at about 10% of the sector of "translation and interpreting" (page 20), and the estimate for sector "4. language teaching" is based on data from only two European countries (page 86), which leaves the resulting figures highly problematic in my opinion.

However, the study is interesting as an entry point, since it reveals a lot about the structure of the language industry pointing to some big players on the scene. I started, more or less by coincidence, to discover their names on the web, and (yes, via twitter), found some interesting articles.

For instance, Arle Lommel, Director of Open Standards at LISA, writes - among other things - about standards in the locilazation and terminology management business:

Through LISA, a number of localization-specific standards were developed. Translation Memory eXchange (TMX), even if it had never quite lived up to some expectations, has made it possible for companies to migrate their TM assets from one tool to another. TBX has done the same for terminology data. Other standards, like SRX and GMX-V, have not received the sort of implementation that would allow them to solve the industry problems they address, but they are starting to be used. XLIFF (developed at OASIS) has found its niche in facilitating interoperability between content creation tools and CAT tools.

Further on, Lommel argues that these standards, however, are addressing needs from the past. He suggests

a fresh assessment of standards. What are the standards we need now? Let’s set TMX, TBX, SRX, XLIFF, and ITS aside for the moment and ask what we’d create today if we were starting from scratch. I suspect none of these standards. They have many good (even brilliant) ideas that we can use, but we need new architecture.

Well, its worth to read to the end. His ideas remind me of some current developments in the world of language resources and technology. Anyway.

Just a list of other neat things I found on the (twitter) way (mostly from @jeromobot if I recall correctly),
Cool stuff, but I have to stop here.

2010-10-14

Wütende Hüte warnen vor Tüte!

Die Tüte tut's als Hut nicht gut,
so hütet Euch vor Tüten!
Seid vor den Tüten auf der Hut,
der Hut hat zu behüten!
Die Tüte tät als ob sie's tut:
"Der Hut behüte nicht sehr gut!" -
"Ja wie auch!?!", schnaubt der mit viel Wut,
wenn man ihn in die Tüte tut.

Doch dann ... dann ...

... find' der Hut die Tüte gut,
und auch die Tüte mag den Hut.
Da fragt der Hut die Tüte
- und wie er sich bemühte -
"Du Tüte, in mir kocht das Blut,
ich finde Deine Tüten gut!"

Da antwortet die Tüte
- wie sie dabei erblühte -
"Du Hut, Du zügle Deine Glut,
sonst geht das mit uns nimmer gut!"
Doch letztlich ward - zur Güte -
ein Paar draus: Hut und Tüte.

2010-09-26

Sachmittel? Personalkosten?

Gibt es eigentlich so etwas wie "Sachmittel"?

Hmm ...

Können Gegenstände Geld annehmen?

Hmm ...

Gedanken zum Sonntag: Vertrauen, Geld, Abhängigkeit und Wechselbeziehungen ... auch "tief im Osten"?

Quizfrage: Warum werden immer wieder (Teile von) Ostdeutschland als arm dargestellt oder wahrgenommen?

... gelegentlich wird dies auch sehr reizvoll romantisch-melancholisch besungen.

Was steckt hinter dieser wahrgenommenen oder dargestellten Armut?

... mehr als Romantik und Melancholie - soviel scheint klar. Von daher ein paar wild zusammengebrauste Gedanken dazu:

Man könnte meinen, diese Darstellungen und Wahrnehmungen basieren auf einem Denken in Kategorien von Kontosalden, Einkommenshöhen und Konsumkraftklassen. Sind diese Kategorien gerechtfertigt? Haben diese Kategorien einen negativen Beigeschmack? Warum? Erfassen sie vielleicht nicht das wesentliche - erfassen sie überhaupt das menschliche? Die Bankenkrise hat uns gelehrt: Konsum und Geschäft sind Vertrauenssache. Vertrauen ist menschlich, ebenso wie das Mistrauen. Die oben genannten Kategorien kann man gewissermaßen als Vertrauensmaße sehen. Oder aber als Maß der Abhängigkeit. Ist also in dieser Verflechtung von Vertrauen und Abhängigkeit vielleicht ein Teil der Ablehnung begründet?

Vieles liegt in der Einstellung zum Geld, zu Menschen mit Geld, zu Menschen ohne Geld, also letztlich auch in der Einstellung zu den Menschen. Eine interessante Perspektive bietet sich, wen man betrachtet, wem man Geld gibt, statt nur wofür man es gibt. Geldfluss transportiert dabei nicht nur Vertrauen, sondern kann auch Abhängigkeit bedeuten. Hoher Umsatz bedeutet dann (scheinbar) hohe Abhängigkeit. Jedoch: Jeder der nicht (nur) aus Steuergeldern bezahlt wird, spürt ganz klar:

Diese Abhängigkeit ist stets zu gewissem und oft in hohem Maße bidirektional, also beiderseitig spürbar. Dennoch: Abhängigkeit - auch und insbesondere wechselseitige Abhängigkeit - ist etwas, wovor man leicht Angst bekommen kann, ja etwas, dass man gern geneigt ist abzulehnen, insbesondere dann, wenn das Vertrauen fehlt. Das Selbstvertrauen und das Vertrauen in die Mitmenschen. Diese beiden sind nicht wirklich trennbar - leicht fallen einem Charaktäre ein, die entweder nur das eine oder nur das andere im Übermaß aufzeigen, während es an dem anderen mangelt.

Gleichgewicht, Vertrauen und ein erkennbar begrenztes Maß an gegenseitiger Abhängigkeit, sind die Grundquellen, die es zu erschließen gilt. Es sind Quellen, die einen Kreislauf speisen. Einen Kreislauf wiederum aus Vertrauen, Verflechtung, und - ja - Geld. Dieser Kreislauf, sofern er gut funktioniert, Veränderungen zulässt, offen und durchlässig ist, und einem nicht permanent entgegenströmt, kann die Quelle von beachtlichem Wohlstand sein. Ohne Vertrauen und Wechselzeziehungen geht es nicht.


Man kann sich nicht auf das verlassen, was einem ohne Vertrauen und ohne Verpflichtung überlassen wurde, denn schon sitzt man einem Irrtum auf: Nichts wird einem ohne Vertrauen und Verpflichtung überlassen. Vertrauen bringt eine Verpflichtung mit sich.

Die Frage bleibt nun, ob es auch ohne Geldfluss geht? Oder anders: Unter welchen Bedingungen ginge es ohne Geldfluss besser? Wenn Geldfluss nicht mehr mit Vertrauen verknüpft ist und von ungleichgewichtigen Beziehungen geprägt zu einseitiger Abhängigkeit führt, verliert der Geldfluss seine verbindende Kraft. Dann sucht man sich Vertrauen in anderen, (meist nur scheinbar) geldfreien Zusammenhängen. Ob diese dann "ärmer" sind ist eine andere Frage. Ärmer an Geld sicherlich. Doch sind sie auch ärmer an Vertrauen und gegenseitigen Wechselbeziehungen? Noch anders gefragt: Sind sie auch ärmer an Abhängigkeit, Angst und Mistrauen?

Nun ein paar Fragen zum Ausklang:

Welcher Traum (oder Albtraum?) steckt hinter Erfindungen wie Umsonstläden?
Welche Vision enthält dieser Traum, was blendet, was wird ausgeblendet?
Wie war das noch gleich mit "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser??"
Und was würde wohl Stephen R. Covey zu alldem sagen?